Der große Wurf der Software-Entwickler
Stabilitätsprogramm, Klimaanlage oder Navigationssystem sind Meilensteine in Sachen Sicherheit und Komfort. Ohne Elektronik und Software sind diese Funktionen im Auto undenkbar. Doch immer mehr Technologien müssen unter einen Hut gebracht werden. Die Lösung der Bosch-Entwickler: Eine „offene“ Diensteplattform.
Wer heute einen Wagen kauft, hat im Wesentlichen seine Entscheidung für die nächsten Jahre getroffen. Die Ausstattung ist zum Kaufdatum fix und wird sich im Nutzungszeitraum von zehn bis 15 Jahren kaum ändern. Fortschritte bleiben so ungenutzt. Unterdessen laufen die technischen Möglichkeiten davon. Damit Fahrer und Autohersteller mit der Konsumelektronik mithalten können, bedarf es neuer Konzepte. Der Bosch-Ansatz: Ganz unterschiedliche Technologien vom Autoradio und CD/DVD-Player über Mobilfunk, Internet und E-Mail bis hin zur Navigation und Klimaanlage werden zu einem vernetzten System auf der Basis einer gemeinsamen Software-Plattform zusammengefasst. Dies hat gleich mehrere Vorteile:
– Die Plattform ist unabhängig vom Betriebssystem und der zugrunde liegenden Hardware. Um dies zu erreichen, wird das Betriebssystem von den Anwendungen durch eine so genannte Middleware getrennt. Oberhalb dieser Software-Schicht laufen die Anwendungsprogramme für Autoradio, E-Mail oder Navigation, die allesamt in der Programmiersprache Java geschrieben sind. Damit entfällt das aufwändige Anpassen der Software an das vom Autohersteller benutzte Betriebssystem bzw. den zugrunde liegenden Prozessor. Entwicklungszeiträume und -kosten werden reduziert.
– Die einzelnen Java-Programme (Applikationen) können über definierte Software-Schnittstellen miteinander kommunizieren. Dies stellt ein Applikationsrahmen nach dem OSGi-Standard sicher. OSGi ist ein Industriekonsortium, in dem auch die Bosch-Forscher mitarbeiten. Der Applikationsrahmen garantiert, dass sich E-Mail-Programm oder Web-Browser und Navigationsapplikation „verstehen“, also beispielsweise Ortskoordinaten aus dem Internet an das Navigationsgerät übergeben werden können. Der Clou ist, dass der OSGi-Standard nicht nur die Ausführung von Java-Programmen regelt, sondern auch deren Download und Installation.
Die Software-Plattform macht es so möglich, später – nach dem Kauf des Fahrzeugs – neue Funktionen nachzurüsten. Zum Nutzen des Kunden: Er kann von einem besseren Routenalgorithmus für das Navigationssystem genauso profitieren wie von neuen Mobile-Office-Funktionen oder aktuellen Spielen. Die Autohersteller können effizient und kostengünstig die Fahrzeuge im Feld warten: Beispielsweise können neue Kennlinien für Sensoren oder auch Betriebssoftware für Steuergeräte nachgeladen werden – ohne Besuch einer Werkstatt.
Die Plattform ist für eine Vielzahl neuer Funktionen und Dienstleistungen (auch von Drittanbietern) offen. Allerdings muss die Software zertifiziert werden, bevor sie eingesetzt werden kann, um Stabilität und Integrität des Gesamtsystems zu gewährleisten. Schließlich ist ein Systemabsturz – bestens bekannt aus der PC-Welt – bei den Komfort- und Sicherheitsanforderungen im Fahrzeug unter keinen Umständen zulässig.
– Die Plattform ist unabhängig vom Betriebssystem und der zugrunde liegenden Hardware. Um dies zu erreichen, wird das Betriebssystem von den Anwendungen durch eine so genannte Middleware getrennt. Oberhalb dieser Software-Schicht laufen die Anwendungsprogramme für Autoradio, E-Mail oder Navigation, die allesamt in der Programmiersprache Java geschrieben sind. Damit entfällt das aufwändige Anpassen der Software an das vom Autohersteller benutzte Betriebssystem bzw. den zugrunde liegenden Prozessor. Entwicklungszeiträume und -kosten werden reduziert.
– Die einzelnen Java-Programme (Applikationen) können über definierte Software-Schnittstellen miteinander kommunizieren. Dies stellt ein Applikationsrahmen nach dem OSGi-Standard sicher. OSGi ist ein Industriekonsortium, in dem auch die Bosch-Forscher mitarbeiten. Der Applikationsrahmen garantiert, dass sich E-Mail-Programm oder Web-Browser und Navigationsapplikation „verstehen“, also beispielsweise Ortskoordinaten aus dem Internet an das Navigationsgerät übergeben werden können. Der Clou ist, dass der OSGi-Standard nicht nur die Ausführung von Java-Programmen regelt, sondern auch deren Download und Installation.
Die Software-Plattform macht es so möglich, später – nach dem Kauf des Fahrzeugs – neue Funktionen nachzurüsten. Zum Nutzen des Kunden: Er kann von einem besseren Routenalgorithmus für das Navigationssystem genauso profitieren wie von neuen Mobile-Office-Funktionen oder aktuellen Spielen. Die Autohersteller können effizient und kostengünstig die Fahrzeuge im Feld warten: Beispielsweise können neue Kennlinien für Sensoren oder auch Betriebssoftware für Steuergeräte nachgeladen werden – ohne Besuch einer Werkstatt.
Die Plattform ist für eine Vielzahl neuer Funktionen und Dienstleistungen (auch von Drittanbietern) offen. Allerdings muss die Software zertifiziert werden, bevor sie eingesetzt werden kann, um Stabilität und Integrität des Gesamtsystems zu gewährleisten. Schließlich ist ein Systemabsturz – bestens bekannt aus der PC-Welt – bei den Komfort- und Sicherheitsanforderungen im Fahrzeug unter keinen Umständen zulässig.
Das Schichtensystem macht Anwendungsprogramme vom Betriebssystem unabhängig.