Editorial

Hochleistungsbauteile in der Produktion

Im Automobil gibt es einen deutlichen Trend zu Hochleistungsbauteilen: Eine höhere Leistungsdichte ist ebenso gefordert, wie besserer Wirkungsgrad, hohe Zuverlässigkeit, Miniaturisierung und Leichtbau. Das Antiblockiersystem (ABS) von Bosch ist ein schönes Beispiel: In den vergangenen zehn Jahren konnten Einbauvolumen und Gewicht drastisch gesenkt werden. Und das, obwohl weitere Funktionen wie Antriebsschlupfregelung (ASR) und Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) hinzugekommen sind.

Die geforderte Funktion der Bauteile bestimmt immer stärker die Werkstoffauswahl und -behandlung. So werden vermehrt metallische Bauteile im gehärteten oder vergüteten Werkstoffzustand eingesetzt. Damit sind sie schwieriger zu bearbeiten. Hinzu kommt, dass die Bearbeitungstechniken die Eigenschaften der Präzisionsbauteile direkt beeinflussen – etwa durch Veränderung der Eigenspannungen oder des Gefüges im Randbereich. Demzufolge muss die Produktentwicklung schon früh mit der Fertigungstechnik abgestimmt werden.

Neuere Verfahren wie das Trockenzerspanen und das Hochdruck-Gasabschrecken zeigen überdies, wie Ökonomie und Ökologie in der Fertigung in Einklang gebracht werden können. Mehr noch: Der Umweltschutz im Werk zahlt sich in barer Münze aus – durch Verzicht auf umweltrelevante Hilfsstoffe, kürzere Prozesszeiten oder Weglassen von Fertigungsschritten.