Editorial

Neue Brennverfahren

Das Bestreben, Abgasgrenzwerte und CO2-Emissionen von Fahrzeugen weiter zu senken, ist Konsens, mündet aber in einen Zielkonflikt: Sinkt das eine, steigt unweigerlich das andere an. Mit der absehbaren Verschärfung im Jahr 2010 (Euro 5) ist dieser Zielkonflikt aber nicht mehr ohne weiteres mit einer Zunahme der Dieselflotte zu lösen. Gerade eine aufwändige Abgasnachbehandlung kann zu höheren CO2-Emissionen und Verbräuchen führen.

Es gilt, die mit dem dieselmotorischen Brennverfahren erreichten CO2-Werte auch bei Euro 5 zu halten und alle innermotorischen Maßnahmen zur Entschärfung des Zielkonflikts auszureizen, da sie eine Kosten treibende Abgasnachbehandlung reduzieren.

So bietet die kontrollierte Selbstzündung (HCCI) für den Ottomotor eine Wirkungsgradsteigerung und damit geringere CO2-Emissionen und Verbräuche. Der Diesel profitiert indes von den geringeren Rohemissionen. Das neue Brennverfahren macht es möglich, im Teillast-Betrieb des Motors zukünftige Stickoxid-Grenzwerte ohne aufwändige Abgasnachbehandlung einzuhalten.