Einblicke in die Forschung

Überblick

Entwicklung und Forschung bei Bosch: Aus spannenden Ideen entstehen erfolgreiche Produkte. Dafür arbeiten unsere Mitarbeiter an Themen wie zum Beispiel Softwareentwicklung, Motormanagement, Robotik oder Brennstoffzellensysteme. Hier finden Sie immer wieder neue Portraits von Bosch-Forschern, die einen Einblick in ihre interessante Arbeit geben. Innovative Entwicklungen werden zu modernen Produkten - unsere Mitarbeiter gestalten ihre Karriere und
die Zukunft von Bosch.
Wer sind Sie?

Guten Tag! Mein Name ist Stefan Ferber. Ich bin 35 und leite die Abteilung für Softwareentwicklungsprozesse in der Bosch-Forschung. Das hört sich abstrakt an, meint aber: Wenn Softwareentwickler tausende Features eines Navigationssystems programmieren, muss alles Hand in Hand gehen.

Was machen Sie derzeit?

Mein Team und ich verbessern Software-Qualität und Entwicklungseffizienz. In den komplexen Abläufen einer Entwicklung muss jeder Ingenieur genau wissen, was zu tun ist und wo die Verantwortlichkeiten liegen. Dabei legen wir Wert darauf, dass wir Ingenieure gegenseitig systematisch aus unseren Erfahrungen lernen.

Was ist daran so wichtig?

So genannte eingebettete Systeme stecken heute überall, in DVD-Player, Heizung, Waschmaschine, Mobiltelefon und Auto. In der Automobil-Software haben die europäischen Firmen noch einen Vorsprung vor den USA und Asien. Bosch gehört zu den großen europäischen Softwarehäusern und das sichert unsere Zukunft.



Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Mein Schwerpunkt ist Kommunikation. Projektsitzung, Präsentationen, Mitarbeitergespräche. Rund 50 E-Mails am Tag dienen der Koordination und Kontaktpflege. Die Arbeit ist immer mehr international geprägt: Da viele unserer Kunden im Ausland operieren, achte ich darauf, dass auch unser Team und Arbeitsbeziehungen internationaler werden z.B. USA, Indien, Ungarn, Korea, Finnland, Japan, Australien, GB.

Wie sehen Sie Ihren weiteren Weg?

Derzeit bin ich als junge Führungskraft im "Lernmodus". Dort möchte ich mich noch weiter entwickeln. Führung macht mir Spaß. Sobald meine junge Abteilung und deren Projekte rund laufen, hoffentlich in zwei Jahren, sehe ich mich bei der nächsten Aufgabe, vorzugsweise in einem unserer Geschäftsbereiche. 

Ein besonderes Highlight?

Zum einen hat ein großer deutscher Fahrzeughersteller unsere Methoden der Prozessverbesserung als Messlatte für die gesamte Branche gelobt. Persönlich bin ich vom Software Engineering Institute (SEI), das führende amerikanische Softwareinstitut, weltweit zum ersten zertifizierten Software-Architektur Gutacher (ATAM Lead Evaluator) ernannt worden. Die Review-Methode liefert einen wichtigen Beitrag zur Software-Qualität unserer Produkte.

Wer sind Sie?

Hallo! Ich heiße Amos Albert. 34 Jahre. Ich habe Elektrotechnik und Wirtschaftswissenschaften in Hannover studiert. Nach der Doktorarbeit über Serviceroboter ging ich im Jahr 2002 in die Fahrdynamikregelung bei der Bosch-Forschung. Doch jetzt bin ich schon bei einer neuen Aufgabe.

Und was machen Sie?

Ich arbeite gerade an Konzepten für ein Forschungsprogramm über Roboter und autonome Systeme. Dazu gibt es bereits über das ganze Unternehmen verteiltes Know-how. Das will ich jetzt zusammenfassen. Ich baue ein eigenes Team auf. Das soll bis Ende 2006 stehen.

Wie sieht da Ihr Arbeitsalltag aus?

Networking steht klar im Vordergrund: Gespräche mit Kollegen, Entwicklern in Geschäftsbereichen, externen Firmen und Forschungseinrichtungen. Wir arbeiten an konkreten Ansätzen für Geräteprototypen und entwickeln Visionen: Von einfachen Teilfunktionen bis zum elektronischen Butler für den Haushalt oder die Patientenversorgung.

Was macht Ihnen daran Spaß?

Zunächst: Die Robotik ist ein sehr spannendes Thema, für das ich mich schon seit dem Studium interessiere. Es gibt viele kreative Spielräume, und schön ist auch, dass meine Vorgesetzten viel Vertrauen in mich setzen und mir Freiräume geben. Als Projektleiter fühle ich mich sehr wohl. In Zukunft möchte ich meine Verantwortung und Handlungsspielräume vergrößern.

Wie sehen Sie Ihre berufliche Zukunft bei Bosch?

Gern würde ich temporär ins Ausland gehen. Das sollte bei einem so großen Unternehmen wie Bosch kein Problem sein. Und mit den ersten Roboterprototypen könnte ich auch in den Geschäftsbereich wechseln. Das wäre eine wertvolle Horizonterweiterung.

Ein besonderes Highlight?

Dieses letzte Jahr war schon ganz schön aufregend: Ich arbeitete an etwas strategisch Wichtigem und konnte die Ergebnisse der Geschäftsführung präsentieren. Ich bekomme viel Feedback von Vorgesetzten und Kollegen. Über Förderkreise und Seminare habe ich zudem viel über mich gelernt. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß; sonst wäre es nicht das Richtige.

Wer sind Sie?

Hallo! Ich bin André Kulzer. Motoren und Autos begeistern mich. Da lege ich dann auch gern selber Hand an – zu Hause an meinem BMW, der meine 30 Jahre sogar übertrifft, und hier in der Bosch-Forschung am Motorenprüfstand.

Was machen Sie gerade?

In einem größeren Projektteam arbeite ich an neuen Verbrennungsverfahren für Benzinmotoren. Das Ziel ist ganz klar: Die Motoren sollen noch sauberer und sparsamer werden. Meine eigene Projektgruppe von fünf Forschern und zwei Studenten schaut sich den Verbrennungsprozess genau an.

Was ist daran so spannend?

Das Arbeitsmaterial ist exquisit, und die Motorenprüfstände gehören zum Besten, was ich kenne. Schön ist, dass wir experimentelle Praxis mit theoretischen Überlegungen wie Modellierungen und Simulationen zusammen bringen. Diese übergeordnete Sicht macht für mich viel Reiz aus.

Wie sind Sie zu Bosch gekommen?

Ich habe meine Stelle über den Bosch-Internetauftritt gefunden. Nach Maschinenbaustudium in Lissabon und Braunschweig wollte ich zur Promotion unbedingt etwas in der Industrie finden, dass Theorie und Praxis zusammenbringt. Bei Bosch habe ich dann an meiner Doktorarbeit über den Direktstart bei Benzinmotoren mit Direkteinspritzung gearbeitet.

Ein besonderes Highlight?

Ganz sicher ist ein Highlight, dass meine Promotionsarbeit zum Direktstart beim Ottomotor schon zwei Preise bekam. Wichtig ist für mich aber auch, dass dieses Thema, in das ich nun meine Nachfolger einarbeite, im Geschäftsbereich Benzinsysteme in ein Produkt münden soll.

Und wie geht's weiter?

Das aktuelle Projekt zukünftiger Motorkonzepte läuft noch zwei Jahre. Da sich schon heute die Autoindustrie brennend dafür interessiert, kann ich dann als Know-how-Träger in den Geschäftsbereich wechseln. Aber auch die Türen zu weiteren Forschungsaufgaben stehen offen. Das ist das Schöne hier.

Wer sind Sie?

Mein Name ist Gesine Arends, ich bin Ingenieurin mit Faible für Fremdsprachen. Bei Bosch arbeite ich an neuen Technologien für die Hausenergieversorgung. Eines unserer Projekte soll Brennstoffzellen ins Haus bringen, dazu baue ich gerade ein Forschungsteam aus.

Wie kamen Sie soweit?

Effiziente Energiewandlung hat mich bereits während des Studiums in Aachen interessiert, und durch die Doktorarbeit kam ich zur damals weniger bekannten Brennstoffzellentechnik. Bei Bosch konnte ich recht schnell Verantwortung für Projekte zu Energiesystemen übernehmen, auch mit externen Partnern.

Was ist daran so wichtig?

Brennstoffzellensysteme erzeugen sehr effizient Strom und Wärme aus Erdgas oder Wasserstoff und sind daher eine wichtige Option für die Energieversorgung der Zukunft.  Mein Team in der Bosch-Forschung soll dazu die Voraussetzungen für wirtschaftliche und zuverlässige Produkte schaffen.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Ich muss mich auf dem aktuellen Stand der Forschung halten und neue Erkenntnisse bewerten können. Momentan beschäftige ich mich jedoch vor allem mit dem Personalaufbau. Projektplanung und -verwaltung erfordern viel Zeit am Computer. Am Liebsten stimme ich aber mit den Teamkollegen das Vorgehen ab oder sehe unsere Fortschritte an den Pilotanlagen in unserem Technikum.

Auf welches Highlight blicken sie besonders gern?

Ich habe mich gefreut, als der erste von mir betreute Doktorand seine Promotion besonders gut abgeschlossen hat, und bin stolz auf die Arbeit unseres Projektteams. Mit erstaunlich geringem Aufwand konnten wir eine Brennstoffzellen-Pilotanlage aufbauen. Schön ist natürlich, dass jetzt in mich das Vertrauen gesetzt wird, mit mehr Ressourcen  das langfristige Thema Brennstoffzellen im Haus bei Bosch voranzutreiben.

Und wie sehen Sie Ihre weitere Entwicklung bei Bosch?

Die Leitung eines Projektteams ist für mich persönlich und beruflich schon mal ein guter Schritt: Ich kann mich als Führungskraft weiterentwickeln, wähle selbst Personal mit aus und arbeite an einem strategischen, zukunftsweisenden Projekt für mehrere Geschäftsbereiche. Auch in Zukunft möchte ich den Kontakt zur angewandten Forschung halten.